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Hey Nicole!

Du bist die Leitung unserer Senioren-Wohngemeinschaften und wir freuen uns, heute ein wenig mehr über dich und deine Arbeit dort zu erfahren. Wie sind die WGs strukturiert und welche Vorteile haben sie aus deiner Sicht?

Wir haben vier WGs à sechs Personen und zwei WGs à sieben Personen. In einem Zimmer könnten wir ein Ehepaar unterbringen. Dann wären es maximal neun. Die WGs sind sehr klein, wir haben maximal eine 1:6-Betreuung. Hier können wir mit Herz und Liebe pflegen. Es ist nicht wie in einer stationären Einrichtung, wo eine Kraft für 30 Personen zuständig ist. Da fehlt die Zeit für ein persönliches Gespräch oder eine Umarmung. Hier ist das anders. Eine Pflegekraft, die für sechs Leute zuständig ist, hat dementsprechend Zeit, sich auf die WG-Bewohner einzustellen. Wenn ein Bewohner noch fit ist und sich zum Teil selbst versorgen kann, hat man für einen, der etwas pflegeaufwendiger ist, mehr Zeit zur Verfügung. Wenn jemand sagt, dass er noch liegen bleiben möchte, darf er das auch. Wenn er bis mittags im Bett bleibt, ist das auch kein Problem. Die Pflege kann durchaus danach noch erfolgen. Oder wenn jemand kein Mittagessen möchte, sondern um 11 Uhr ausgiebig frühstücken will, ist das auch möglich. Man kann das flexibel handhaben.

Was macht die Arbeit in einer Senioren-WG aus deiner Sicht besonders?

Das Highlight ist für mich, dass ich mir Zeit lassen kann. Im Laufe der Jahre ist sogar so etwas wie Familienzugehörigkeit entstanden. Wir sind für die Bewohner für persönliche Probleme weitaus mehr ansprechbar als in einer stationären Einrichtung. Man kommt sich in der Senioren-WG schon ziemlich nahe. Das hat was mit Herz zu tun. Eine professionelle Distanz ist trotzdem gegeben. Aber es gibt auch spezielle Bewohner, die man noch mal eben in den Arm nimmt. Bei anderen geht das nicht. Das ist es, was die WG ausmacht: Ich kann mir Zeit lassen und auf die einzelnen Bedürfnisse eingehen.

Wie läuft ein Arbeitstag in der WG ab?

Man kommt in der Frühschicht um 7 Uhr zur Arbeit. Dann gibt es eine bestimmte Reihenfolge. Der eine Bewohner möchte um 7 Uhr aufstehen, der nächste erst um 8 Uhr. In den meisten WGs gibt es eine feste Frühstückszeit. Danach gehen die Bewohner spazieren oder zur Beschäftigung, beispielsweise zum Gedächtnistraining oder zum Sport. Musik, Plattdeutsch und Kino gehören auch zum Angebot. Dann hat die Präsenzkraft Zeit, das Mittagessen zuzubereiten. Um 12 Uhr trifft man sich in der Küche und isst gemeinsam. Danach besteht die Gelegenheit, sich auszuruhen. Die Präsenzkraft hat nun Zeit, die Küche aufzuräumen oder sich um die Wäsche zu kümmern. Gegen 14.30/15 Uhr trifft man sich wieder in der Küche zum Kaffee. Meistens gibt es Kekse oder Kuchen, manchmal Eis. Wir backen zusammen oder gehen manchmal in der Guten Stube einen Kaffee trinken. Die meisten Bewohner bekommen ab nachmittags Besuch. Mit denjenigen, die keinen Besuch bekommen, spielen wir Mensch-ärgere-dich-nicht oder gehen auf dem Gelände spazieren. Gegen 17.30/18 Uhr beginnt die Vorbereitung für das Abendessen. Dann wird in der Gemeinschaft gegessen. Danach fährt jeder Bewohner für sich ein bisschen runter. Man bereitet sich für die Nacht vor. Die Präsenzkraft gibt Unterstützung bei der Abendpflege oder hilft den Bewohnern beim Umziehen. Um 21 Uhr hat man als Präsenzkraft Feierabend. Danach ist die Nachtwache da und guckt nach dem Rechten.

Ist dieser Ablauf immer gleich oder ändert er sich oft?

Eigentlich ist der tägliche Ablauf immer gleichbleibend. Natürlich gibt es auch mal Ausnahmen, wenn es jemandem nicht gut geht. Dann muss man schnell handeln. Es kommt auch vor, dass sich bei jemandem der Zustand so stark verschlechtert, dass man sich intensiver um ihn kümmern muss und sich etwas weniger um die anderen kümmern kann. Aber das ist selten der Fall. Eigentlich kommt hier keiner zu kurz.

In der WG sollen die Seniorinnen und Senioren so selbstbestimmt wie möglich leben. Wie erlebst du das? Funktioniert das gut?

Ja, das Konzept geht auf. Ein paar Beispiele: Wir haben den einen oder anderen, der ganz klar sagt, dass Beschäftigung nichts für ihn ist. Wir haben auch jüngere Bewohner, die vormittags im Internet surfen. Man kann als Bewohner sagen, dass man grundsätzlich erst um 9 Uhr aufsteht oder erst um 22 Uhr ins Bett geht. Die Autonomie ist gewährleistet.

Weshalb würdest du eine Tätigkeit in der WG empfehlen?

Ich habe vorher über 20 Jahre im Krankenhaus im stationären Bereich gearbeitet und musste feststellen, dass es nur noch um Fallzahlen geht und darum, möglichst wirtschaftlich zu arbeiten. Was aber mit den Menschen ist, war dann egal. Man war als Pflegekraft kaum in der Lage, adäquat 30 Patienten über Tag oder in der Nacht zu versorgen. Meine Nebentätigkeit hier in der WG hat mir dann gezeigt: Hier steht die Zeit noch still, hier kann ich meinen Alltag selber planen. Natürlich muss ich mich an Strukturen und Tagesabläufe halten. Aber hier kann ich in Ruhe mein Chaos verwalten, wenn es denn welches gibt. In einem stationären Bereich habe ich gar keine Wahl. Da läuft alles nach Schema F ab.

Wie sind die Schichten für die Pflegekräfte in der WG?

Die Frühschicht geht von 7 bis 14 Uhr, die Spätschicht von 14 bis 21 Uhr und die Nachtschicht von 21 bis 7 Uhr. Wir erfüllen auch Wünsche. Wir haben Pflegekräfte, die nur Nachtdienste machen. Andere machen nur Früh- oder Spätdienste. Wiederum andere machen gerne wechselweise Früh- und Spätdienst.

Was zeichnet pro vita als Arbeitgeber für dich aus?

Früher wusste ich über pro vita nicht viel. Dann hat mir eine Kollegin gesagt, dass pro vita noch Leute sucht. Ich habe erst gedacht, dass ambulante Pflege nichts für mich ist. Eine alteingesessene Stationsleitung hat mir damals aber gesagt: Warten Sie mal ab, im Laufe der Jahre wird man ein Teil der Familie. Und genau so ist es auch gekommen. Ich konnte mich bei pro vita im Laufe der Zeit selbst verwirklichen. Ich war einfach nur bedient vom Stationsleben im Krankenhaus und konnte hier wieder mit Freude zur Arbeit gehen, weil ich gemerkt habe, dass es dem Patienten guttut, wenn ich da bin. Pro vita engt mich nicht ein, ganz im Gegenteil. Die Arbeit hier verschafft mir Freiräume, und ich habe auch immer die Gelegenheit, an Fortbildungen teilzunehmen. Die Arbeit lässt sich gut mit der Familie und Kindern, die in der Schule oder im Kindergarten sind, vereinbaren.

Name: Nicole
Wohnort: Goldenstedt
Alter: 47
Ausbildung: Exam. Krankenschwester
Funktion: Leitung der Senioren-Wohngemeinschaft
Betriebszugehörigkeit: 15 Jahre

 

Möchtest Du Nicoles Team in der WG unterstützen?

Aktuell suchen wir für unsere Senioren Wohngemeinschaften am Standort Vechta

  • eine Präsenzkraft/AltenpflegehelferIN
  • eine examinierte Pflegefachkraft für die Nachtwache in den Wohngemeinschaften

 

Was dich bei pro vita erwartet:

  • ein motiviertes Team, das für Veränderungen und Innovationen offen ist
  • zusätzliche Unternehmensangebote wie betriebliche Altersvorsorge, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, attraktives E-Bike Leasing Angebot, Ticketplus Card

 

Übertarifliche Gehälter im ersten Jahr (Vollzeitstelle):

  • APH (ohne Ausbildung): ab 2475 € (+ Weihnachtsgeld, Treueprämie, Zuschläge, betriebl. Altersvorsorge, steuerfreier Gutschein, Obstkorb)
  • APH (examiniert): ab 3135 € (+ Weihnachtsgeld, Treueprämie, Zuschläge, betriebl. Altersvorsorge, steuerfreier Gutschein, Obstkorb)
  • HW: ab 2090 € (+ Weihnachtsgeld, Treueprämie, Zuschläge, betriebl. Altersvorsorge, steuerfreier Gutschein, Obstkorb)

 

Falls Du Lust hast, Nicole und den Rest des Teams kennenzulernen, schreib uns doch eine Mail an jobs@provita-pflegeteam.de

Rückfragen beantworten wir auch gern telefonisch unter 04441 921880.

Oder kurz und knapp per WhatsApp unter 0152 06 26 81 47

Wir freuen uns auf Dich!